Urban Outdoor / räumlich - plastische Untersuchungen im mobilen Zwischenbereich
Präsentation im Weltkulturerbe Völklinger Hütte, 2011
Palettentisch
Fichtenholz /Metall, 2011
Größe variabel: 90/75 x 240/120 x 80 cm
Infloodie - aufblasbare Kapuze
Jersey, Kunststoff - verschweißt vernäht
Die Kapuze in ihrer Konstruktion, umhüllt den Kopf höhlenähnlich. Die Wände aus Stoff konstruieren einen Raum. Dieser ist von seiner Beschaffenheit blickdicht, weich und wärmend, und kann flexibel, variabel und mobil eingesetzt werden. Diese zusätzliche Grenze hat die Funktion, eine Differenz zweier Sphären, Zonen zu verstärken. Die Hülle trennt ein Innen von einem Außen und besitzt gleichzeitig eine selektierende Funktion.
Der Infloodie ist ein aufblasbarer Ausrüstungsgegenstand für den Urbanen Raum. Auf den ersten Blick handelt es sich beim Infloodie um eine gewöhnliche Kapuzenjacke mit Kordel zum zubinden. Aber zwischen den zwei Lagen der Innen- und Außenkapuze befindet sich ein Kunststoffkissen. Dieses wird über ein Ventil im Kragen mit Atemluft befüllt. Die aufblasbare Form umhüllt den Kopf und schmiegt sich an Kopf und Nacken an. In nicht aufgeblasenem Zustand erfüllt der Infloodie alle konventionellen Funktionen einer gewöhnlichen Kapuzenjacke.

U-Stein / Schalbox / Sitzmöbel
Beton, Pappe, Holz, Öl, Füllstoff
40 x 50 x 40 cm
Der U-Stein ist neben anderen Erscheinungsformen wie z.B. L-Steinen, Winkelsteinen und Mauerscheiben ein Fertigprodukt. Er dient vorwiegend zur Abgrenzung von Arealen und lädt keinesfalls trotz der relativ angenehmen Sitzhöhe von 40 cm zum Verweilen ein.
Unter Verwendung des Faltkartonprinzips versuche ich die Form des klassischen U-Steins mit einer weichen Hülle zu versehen, und durch Reduktion des Betongewichtes eine Mobilität möglich zu machen.
Bei der Schalbox für den U-Stein, verwende ich einlagige Wellpappe. Um aus diesem verhältnismäßig leichten und flexiblem Material eine Betonverschalung gewährleisten zu können, muss die Konstruktion einerseits durch einen Deckel, und zusätzlich mit einem Dachlattengerüst stabilisiert werden.
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Tisch 2010 Wellpappe / Douglasie ca. 39 x 56 x 105 cm 12tlg. Präsentation im Rahmen der Ausstellung „du musst sie essen, bevor sie Schlecht werden“ in der Galerie der HBK Saar, Saarbrücken 2010 |
Tisch
Verbindung durch Haftung
Pappe und Holz
immer wieder zusammenbauen
Die Arbeit Tisch suggeriert Stabilität und zeigt dennoch durch einfache Haftung verschiedener Materialien einen Balanceakt zwischen Schwerkraft und Fragilität. Die Übertragung der herkömmlichen Tischform mittels Baukastenprinzip zeigt die Entwicklung einer eigenständigen skulpturalen Form, sie thematisiert den Handlungsprozess des schnellen Auf- und Abbaus. Die beiden zusammengesetzten Holzelemente werden mittels zweier Pappwinkel verbunden. Die nach oben offene Konstruktion der Winkel, forciert die Möglichkeit der Destabilisierung. Alle Bestandteile der Arbeit sind lediglich durch Haftung bzw. Schwerkraft verbunden, halten sich also somit ausschließlich selbst.
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Mobile Forschungsstation - Anja Voigt / Dieter Call
Holz, Metallrohrstecksystem, Baumwollgewebe ca. 150 x 160 x 200 cm
Savoyeux / Frankreich, 2010
Die manuell montierbare Forschungsstation dient dazu, ambulant einen Schutz- und Arbeitsraum für künstlerische Forschungsaktivitäten zu bieten. Sie thematisiert sowohl skulpturale, zeitliche, als auch arbeitstechnische und interaktive Aspekte. Durch die Verstellbarkeit von vier Schienenadaptern kann die komplett zerlegbare Station auf nahezu allen Eisenbahngleisen zum Einsatz kommen, bzw. mittels Montage von 24 Wasserkanistern auch zu Wasser eingesetzt werden.
Eine Brücke überspannt in der ihr baulich zugedachten Funktion eine Grenze. Darüber hinaus überwindet sie diese Grenze räumlich oberhalb derselben. Die Brücke von Savoyeux kreuzt stationär die Saône und trägt einen still gelegten Schienenweg. Mit dem Gegenbegriff mobil greifen wir in unserem Gemeinschaftsprojekt in einen vorgefundenen architektonischen Raum ein. Hierbei stellen sich für uns folgende Fragen: Wann wird ein Raum zum Ort? Wann beginnt künstlerische Forschung? Wo und in welchem sozialen und konzeptionellen Kontext besteht die Möglichkeit künstlerische Erkenntnisse und neue Raumerfahrungen sichtbar und spürbar zu machen? Mit unseren Interventionsprojekten wollen wir in bestehende gesellschaftliche und formale Regelwerke und Systeme eingreifen. Der urbane Raum stellt hierbei eine Möglichkeit dar, neue plastische Zusammenhänge und Standortbeziehungen herzustellen und nutzbar zu machen.
U P P Federschlagspiel für den Urbanen Raum
Anja Voigt / Dieter Call
Stuttgart Innenstadt am 25. 3. 2009
 
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Anja Voigt - Plastische Arbeiten, Karton, Beton, Holz, Rapsöl
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Anja Voigt / Dieter Call
Schienenschlitten
Intervention stillgelegte Brücke von Savoyeux / Frankreich, Projekt / Videoarbeit, 2008
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Anja Voigt / Dieter Call
Projekt Brunnenwasser
ehem. Brunnenanlage - Platz vor der Bergwerksdirektion, Saarbrücken 2008
S_A_R Projektbüro Völklingen, www.sar.hbksaar.de















